Willkommen beim Dresdner Gesprächskreis e.V.

Jahresplan 2016

16.März 2016

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,

in diesem Jahr haben wir das Thema „Ressourceneffizienz“ in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten gestellt. Konkret ist am 16. Juni eine Exkursion in den Tagebau Nochten geplant; dort wollen wir uns ein Bild von den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort machen. In einem Vortrag werden die Vor- und Nachteile des Tagebaus mit besonderem Blick auf die Effizienz der Ressource Braunkohle als Energieträger thematisiert werden. Abgerundet wird dieser Ausflug mit einem zünftigen Bergmannsschmaus.

Weiterhin planen wir im September/Oktober eine Podiumsdiskussion, in der die verschiedenen Sichtweisen aus technischer und gesellschaftlicher Sicht beleuchtet werden.

Die Preisverleihung findet in diesem Jahr am 11. November in Chemnitz statt. Wie bisher werden an diesem Abend die besten Promotionen ausgezeichnet, die sich inhaltlich mit unserem Jahresthema beschäftigen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Podiumsdiskussion Migration: Chancen – Risiken – Realität

11.März 2016

Im Festsaal des Rektoratsgebäudes der TU Dresden trafen sich interessierte Mitglieder des Vereins, aber auch Privatpersonen, um an einer Podiumsdiskussion zum derzeit aktuellsten Thema überhaupt:  „Migration: Chancen – Risiken – Realität“ teilzunehmen. Nach einem sehr informativen Einführungsvortrag von Herrn Prof. Vorländer, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden, welcher die aktuellen Entwicklungen aus Sicht eines Wissenschaftlers beleuchtete, gab es eine spannende Diskussion mit der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Frau Petra Köpping, dem Ausländerbeauftragten des Sächsischen Landtages, Herrn Geert Mackenroth, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit der Regionaldirektion Sachsen, Herrn Dr. Klaus Schuberth, der Vorstandsvorsitzenden des Dresdner Ausländerrates, Frau In Am Sayad Mahmood und dem Oberstaatsanwalt und Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Herrn Christian Avenarius. Jeder Diskutant betrachtete das Thema aus einem anderen Blickwinkel, sodass die Vielschichtigkeit der Thematik allen Teilnehmern deutlich wurde. Aktuelle politische Aktivitäten waren genauso Gegenstand der Diskussion wie Lösungsansätze, um Asylbewerbern eine schnelle Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu ermöglichen, konkrete Beispiele wurden angesprochen. Am Ende stand der bezeichnende Schlusssatz von Frau Mahmood: „Integration ist zweiseitig.“ 

Preisverleihung 2015 – Herausragende Forschungsarbeiten zum Themenkreis „Mobilität“

18.November 2015

Musikalisch umrahmt von Beiträgen der Herren des Dresdner Ballhausensembles fand am Freitag, den 6. November 2015, die alljährliche Verleihung des mit 6.000 Euro dotierten Preises des Dresdner Gesprächskreises für herausragende Forschungsarbeiten junger Wissenschaftler statt. In diesem Jahr wurden Auszeichnungen für Arbeiten auf dem Gebiet der Mobilität vergeben, einem für Sachsen besonders wichtigen Forschungsbereich. Die Preisverleihung fand in dem inzwischen weitestgehend renovierten Lingner Schloss statt.

Im Anschluss an einen Glühwein-Empfang auf der einen wunderbaren Blick ins Elbtal bescherenden Dachterrasse des Schlosses erfolgte die Verleihung der Preise in einer Festveranstaltung. Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Herr Dirk Hilbert, hielt in Anwesenheit des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, sowie Repräsentanten der sächsischen Mitgliedsuniversitäten und des als Gast eingeladenen Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität ein Grußwort. Der Präsident des Dresdner Gesprächskreises, Herr Michael von Bronk, führte mit einem Vortrag in das Thema „Mobilität“ ein. Die beiden Preisträger, die sich in diesem Jahr den Preis teilten, stellten alsdann ihre Arbeiten aus zwei unterschiedlichen Bereichen vor, die jeweils enge Bezüge zur Mobilität aufwiesen.

Herr Stefan Schubert von der TU Chemnitz hatte sich im Rahmen einer mit der Note 1,0 bewerteten Masterarbeit mit autonomen mobilen Systemen befasst. In seiner Arbeit mit dem Titel „Optimierter Einsatz eines 3D-Laserscanners zur Point-Cloud-basierten Kartierung und Lokalisierung im In- und Outdoorbereich“ war es ihm gelungen, die Anordnung eines 3D-Laserscanners so zu optimieren, dass autonome Roboter ihre Umgebung gezielter erfassen können. Das stellt einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung autonomer mobiler Systeme dar. Zugleich tragen seine Forschungsergebnisse zu erheblichen Kosteneinsparungen bei.

Der weitere Preisträger, Herr Dr. Stefan Schafföner von der TU Bergakademie Freiberg, hatte eine mit der Bestnote „summa cum laude“ bewertete Dissertation zur Titanverarbeitung vorgelegt. Unter dem Thema Calcium Zirconate as a Refractory Material for Titanium and Titanium Alloy Melts” hatte er einen Werkstoff entwickelt, der es ermöglicht, Titan und Titanlegierungen hocheffizient zu schmelzen ohne dass es mit dem Werkstoff Calciumzirkonat reagiert, aus dem das Schmelzbehältnis besteht. Seine Arbeit ist ein Meilenstein auf dem Gebiet der Titanverarbeitung und hat zu einem Patent und acht viel beachteten Veröffentlichungen geführt. Für die Mobilität sind die Erkenntnisse bedeutsam, weil Titan ähnliche Eigenschaften hat wie Stahl, nur wesentlich leichter ist und sich deshalb hervorragend als Ersatz für Stahl in Fahrzeugen und Flugzeugen zur Gewichtsreduzierung eignet.

Nach der Preisverleihung fanden sich die Mitglieder des Dresdner Gesprächskreises im Restaurant des Lingner Schlosses ein. Die Festveranstaltung erwies sich als Inspiration für einen regen Gedankenaustausch.


Impressionen der vergangenen Jahre